Xing und Facebook effizient benutzen von Inga Harms
Das Foto
Für Xing gilt eigentlich das gleiche wie für jede andere Darstellung im Internet oder bei Bewerbungen auch. Seriös sollte es sein, aber Lächeln darf man darauf auch gerne. Nicht unbedingt ein Passbild, eher ein natürliches Bild, das die Person eins zu eins erkennen lässt.
Bitte sehen Sie ab von Partyfotos auf Mallorca, wohlmöglich noch mit einem Sektglas in der Hand. Selbst wenn das Sonnenlicht Sie schöner erscheinen lässt, besser sind doch einfache Bilder ohne zusätzliche Ablenkungen.
Foto hochladen
Ganz einfach. Sie ziehen die Maus über das Bild, das Sie gerne bei Xing oder facebook einfügen möchten. Dann klicken Sie die rechte Maustaste und wählen Speichern unter, am besten als Speicherort auf den Desktop ablegen. Das Format für das Bild sollte auf .jpg enden, damit es verwendet werden kann. Jetzt haben Sie es fast geschafft, nur noch bei Xing oder facebook hochladen.
Dazu klicken Sie auf Ihrer Internet-Plattform auf Durchsuchen und wählen wiederum den Speicherort Desktop, wo Sie das Bild ja im JPG-Format zwischengespeichert haben. Und sagen nun Öffnen und wählen mit der Maus Ihr Bild aus. Fertig! Um alles weitere kümmert sich Ihr Rechner selbst und Sie profitieren von einem schönen Äußeren in Ihrem sozialen Netzwerk.
Jetzt können die anderen User Sie als echte Person wahrnehmen und nicht bloß als jemand, der kein Foto hat.
Wofür brauche ich Xing?
„Eigentlich benutze ich meinen Xing-Account gar nicht, ich glaube, da melde ich mich wieder ab.“ So meinte ein Bekannter neulich zu mir. Ganz falsch, ganz kalt. Genau dadurch lebt ja ein soziales Netzwerk wie Xing oder Facebook, dass dort möglichst viele User aktiv sind. Und dazu gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Je mehr Personen Sie als direkten Kontakt haben, umso schneller wächst Ihr Netzwerk. Sie kennen jemanden und der kennt jemanden, der Ihnen auch nützlich im beruflichen Sinne sein könnte. Also, am besten gleich als Kontakt hinzufügen.
Wichtig ist vielleicht noch Berufliches und Privates nicht zu sehr miteinander zu verschmelzen. Viele User machen es daher so, facebook ist privat und Xing ist geschäftlich. Klare Verhältnisse.
Ihre Berufsbezeichnung
Meine Schwester lässt ja gerne die Bezeichnung „Mutter“ bei Xing als Ihren aktuellen Beruf stehen, was ja an sich nichts schlimmes ist. Nur dass Sie im wahren Leben Dr. Diplom-Ingenieurin ist, verschweigt sie uns damit und auch den potentiellen Arbeitgebern, die eine zweifache Mutter mit Promotion gerne wieder jenseits von Herd und Wäsche beschäftigen möchten.
Daher sollten Sie darauf achten, hier die Wahrheit zu sagen. Denn sonst können keine konstruktiven Kontakte zu einer neuen Karrieremöglichkeit für Sie entdeckt werden.
Entdeckt werden
Genau, nicht nur nur Heidi Klum oder Dieter Bohlen laden sich gerne Kandidaten ein, um das Super-Mega-Talent für sich und Ihre Musik- oder Modeindustrie vermarkten zu können, auch bei Xing und Co. geht es darum, entdeckt zu werden. Gut ist, dass man bei Xing kein Casting durchlaufen muss, keiner muss dort singen oder auf dem Catwalk posen. Obwohl es sicher unterhaltsam wäre, aber die Fans dieser Ambitionen verweise ich auf You-Tube und My-Space.
Ihre Visitenkarte im Netz
Wer kennt es nicht, man ist auf einer Xing-Veranstaltung gelandet und blickt erstaunt in die Gesichter realer Personen. Keiner kann ihn abwarten, den Moment der Momente. Nein, nicht so vorschnell, das Buffett ist noch nicht eröffnet. Es geht um das Kernstück des Netzwerkens schlechthin: Der Austausch von Visitenkarten, jeder gegen jeden.
Obwohl es im Zeitalter von Xing doch eher old school ist, sich mit Papier zu beschäftigen, wo doch auch alles online geht. Nicht nur die Mails, auch die Kontakte werden ja nicht vor dem Standesamt, sondern jetzt mittlerweile bundesweit und darüber hinaus über Xing online geschlossen.
Von der virtuellen Realität ins wahre Leben
Dass die Personen, mit denen man bei Xing verknüpft ist, liebenswerte Menschen aus Fleisch und Blut sind, wird spätestens bei einem Treffen in einer der Großstädte in Deutschland deutlich, wenn sich Xing-Mitglieder über Vorträge und Veranstaltungen über das Social Web informieren oder sich fragen: Ich hasse Teamwork – bin ich damit allein?
Keine Angst vor facebook
Etliche Kommentare reichen von „Die Methoden finde ich fragwürdig.“ bis hin zu „Kenne ich, nutze ich aber nicht.“, so etwas habe ich schon oft über facebook gehört. Jeder Mensch ist im Internet genau wie im wahren Leben auch ein erwachsener Mensch, der seine eigenen Entscheidungen treffen kann.
Also, wenn man nichts damit zu tun haben möchte, ist das eine freie Entscheidung. Wer aber damals bei der Erfindung des Computers gesagt hätte, „Brauche ich nicht, habe noch eine Schreibmaschine zu Hause oder im Büro“, würde heutzutage ein kleines Problem haben. Ähnlich verhält es sich mit der Einschätzung bei der Einführung des Telefons, wie ein Dialog von Sir William Preece und Graham Bell im Jahre 1896 deutlich macht: No Sir. Die Amerikaner brauchen vielleicht das Telefon, wir aber nicht. Wir haben doch genügend Messenger Boys.
Klingt es in unseren Ohren nicht ähnlich, wenn jemand lautstark seine Meinung kundtut, No Sir. Ich brauche kein facebook! Wir können uns doch auch so E-Mails schreiben oder von zuhause aus miteinander telefonieren.
Eine solche Fehleinschätzung kann verherende Folgen haben, wie eine Bemerkung von Thomas Watson, Chef von IBM, 1943, zeigt: Es gibt einen Weltmarkt von etwa fünf Computern. Knapp um ein paar Millionen, Milliarden PC´s verschätzt, die heutzutage aus unserer mobilen Welt nicht mehr wegzudenken sind. Abgesehen von zig Milliarden I-Phones, I-Pads, Smartphones und E-Books.
Veränderung ist die einzige Konstante in unserem Leben
Wer hätte noch vor 20 Jahren damit gerechnet, dass wir einmal in der Lage sein würden, von jedem Ort auf der Welt mit jedem anderen Lebewesen, okay, noch haben Hunde und Katzen keine eigene Homepage, obwohl das auch bald kommt, kommunizieren können. Und an jedem Ort bedeutet überall. Im Bus, in der U-Bahn, auf der Straße. Besonders beliebt zur Zeit, die islamische Variante, Smartphone unter das Kopftuch klemmen, so hat man beide Hände für die schweren Einkaufstüten vom Discounter frei. Oder die junge Mutter, joggen mit Baby und gleichzeitig jedem, nicht nur dem Gesprächspartner am anderen Ende, sondern gleich allen, die neuesten Infos über die Entwicklung des Kindes mitzuteilen. Lässt sich nur noch übertreffen durch, Fahrrad fahren und mit dem Headset nach Feierabend radelnd zu telefonieren, was sehr lustig wird, wenn normale Radfahrer oder Fußgänger mit solchen Personen die Straße teilen und man sich fragt, meint der mich? Ach so, nein, die telefoniert mit Ihrer Mutter. Glück gehabt.
Oder man steckt sich zwei weiße Kopfhörer in seine Ohren und lauscht dem Sound seines I-Pods. Oder man trägt einen riesigen DJ-Kopfhörer und wähnt sich gleich im Paradies, oder auf dem eigenen Ikea-Sofa und nicht im hektischen Feierabendverkehr.
Xing sucht deinen Job
Über die sozialen Netzwerke gibt es die Möglichkeit, sich einen Job zu suchen, zu merken, sich online zu bewerben und sich finden zu lassen.
Letztens berichtete mir jemand, er habe seinen neuesten Job schlichtweg über Twitter bekommen. Kurz twittern, welchen Job man sucht und die Chance ist groß, dass jemand einen Treffer landet.
Preview auf das nächste Thema von Inga Harms:
Social Skills statt Soft Skills, welche Skills benötigen wir wirklich?